33 bestehende E-Learning-Plattformen, die Ihnen etwas beibringen

Online-Kurse liegen im Trend. Laut einer vom Branchenverband Bitkom veröffentlichten Studie zu E-Learning-Plattformen steigt die Nachfrage nach Angeboten rund um das digitale Lernen rapide. Um 13,5 Prozent auf nunmehr 582 Millionen Euro konnten E-Learning-Plattformen allein in Deutschland ihren Umsatz im Jahr 2013 steigern. Das Angebot an digitalen Lehrinhalten reicht dabei von klassischen Sprachkursen über browserbasierte Programmierschulen bis hin zu Marketing-, Führungs- oder SEO-Workshops. Dieser Artikel erschien zuerst im Mai bei t3n (Quelle)

Weiterbildung wird zum Karrierejoker

Sich neben dem eigentlichen Job zusätzliches Wissen im Selbststudium anzueignen, wird in Zukunft immer wichtiger. Kaum ein Beruf – schon gar nicht in der schnelllebigen Digitalwirtschaft – garantiert durch eine einmalige Ausbildung für eine jahrzehntelange Beschäftigung. Ohnehin bleibt man heute selten länger als fünf Jahre bei einem Unternehmen angestellt, zwischenzeitliche Job- und sogar Branchenwechsel sind heute fester Bestandteil der Karriereplanung.

Wer sich zusätzliche Kompetenzen aneignet, hinterlässt auch bei künftigen Arbeitgebern einen positiven Eindruck. Für alle, die also nebenbei und für wenig Geld ihr Wissen erweitern wollen, haben wir in der nachfolgenden Übersicht 33 nützliche E-Learning-Plattformen zusammengestellt.

Diese E-Learning-Plattformen bringen Ihnen was bei

Programmieren lernen

  • UdacityIn Szenekreisen auch als Google-Universität bekannt. Auf der Plattform bieten hochrangige Mitarbeiter von Google, Facebook und AT&T englischsprachige Online-Kurse zu den Themen Android-Entwicklung, Cloud-Infrastruktur, Webdesign und Datascience an. Wer eines der bis zu zwölfmonatigen Online-Kurse absolviert, zahlt  200 US-Dollar im Monat.
  • Codeacademy: Bietet Einsteigerkurse zum Lernen von HTML, JavaScript und CSS an. Die Lektionen stehen nur in englischer Sprache zur Verfügung, allerdings sollten grundlegende Englischkenntnisse ausreichen, um die Programmier-Kurse zu durchlaufen. Das Angebot ist kostenlos.
  • General Assembly: Die heißeste E-Learning-Plattform aus den USA. Richtet sich sowohl an Studierende als auch Vollzeitbeschäftigte. Das Angebot reicht von Programmiersprachen über Designthemen bis hin zu Datenanalyse. Die englischsprachigen und mehrmonatigen Kurse kosten bis zu 1.000 US-Dollar.
  • OneMonth: Die Plattform richtet sich an Leute, die eine Karriere im Tech-Sektor anstreben. Die auf eine Laufzeit von einen Monat ausgelegten Kurse umfassen je nach Wunsch die Themen Ruby on Rails, HTML, CSS, Growth Hacking, iOS und Programmieren für Anfänger. Kosten? Ab 49 US-Dollar.
  • Treehouse: Eine der beliebtesten Plattformen für Online-Kurse . Auf Treehouse finden Wissbegierige über 1.000 Lernvideos von Experten zu den Themen Programmieren und Webdesign. Beispielsweise gibt es einen Swift-Kurs. Für 25 US-Dollar monatlich gibt es einen unbegrenzten Zugriff.
  • Careerfoundry: Diese Online-Schule mit Sitz in Berlin richtet sich an Entwickler und Designer. In von Mentoren begleiteten Schulungen werden Kenntnisse zu den Themen Prototyping, HTML, Bootstrap, jQuery oder Ruby on Rails vermittelt.
  • OSTraining: Nicht im Kern auf Programmieren, dafür aber auf Entwicklung und Pflege von Websites, ist OSTraining ausgerichtet. Nutzer finden hier im Wochentakt neue Video-Kurse rund um WordPress, Drupal oder Joomla vor. Nach einer kostenlosen Testphase werden ab 25 US-Dollar im Monat fällig.

Sprachen lernen

  • Duolingo: Unumstritten die beliebteste E-Learning-Plattform zum Thema Fremdsprachen. Sieht gut aus, hat ein riesiges Angebot und vor allem weitgehend kostenlos nutzbar. Kann wahlweise über den Browser oder als native App für iOS und Android genutzt werden.
  • Babbel: Kommt aus Deutschland. Überzeugt ähnlich wie Duolingo durch ein umfangreiches und motivierendes Angebot und kann mit einer App für iPhone und Android-Geräte aufwarten. Je nachdem, wie viel man lernen will, bezahlt man im Abonnement mit Laufzeiten von bis zu zwölf Monaten.
  • Lingoda: Ein weiterer Anbieter aus Deutschland mit Fokus auf das Erlernen von Fremdsprachen. Kann nur im Browser genutzt werden, bietet allerdings echte Online-Kurse mit qualifizierten Fremdsprachen-Experten. Ab 99 Euro monatlich kann man sich in zehn Online-Klassen einschreiben.
  • Busuu: Bereits mehr als 50 Millionen Menschen sollen mit Busuu ihre Sprachfertigkeiten verbessern. Neben den Standardsprachen lassen sich sogar auch Kurse zu Japanisch, Arabisch oder Polnisch belegen. Abgeschlossen werden hier Mitgliedschaften mit einer Laufzeit von bis zu 24 Monaten, die maximal 10,99 Euro monatlich kosten.
  • Rosetta Stone:  Ein ebenfalls großes Sprachangebot finden Nutzer bei Rosetta Stone vor. Im Unterschied zu vielen anderen Diensten schließt man hier komplette Online-Kurse zu Fixpreisen von bis zu 238 Euro ab.
  • EF EnglishLive: Diese Plattform schnitt bei der Stiftung Warentest am besten ab. Vor allem Sprechen, Schreiben, Hören und Lesen sollen sich mit dem Angebot gut trainieren lassen. Kosten? Einen 30-tägigen Test gibt’s für einen symbolischen Euro, danach je nach Kurs und Umfang zwischen 49 und 89 Euro im Monat.

Marketing lernen

  • TED Talks: Keine E-Learning-Plattform, dafür aber eine regelrechte Goldgrube für Leute, die nach inspirierenden Vorträgen von Experten aus der Digitalbranche sind. Insbesondere das Video-Angebot zum Thema Marketing ist beeindruckend. Gefällt auch, weil vollständig kostenlos.
  • Google Adwords Tutorial: Der Name dieser Plattform ist Programm. Hier lernen Nutzer in hochwertigen Schritt-für-Schritt-Video-Anleitungen, wie sie erfolgreich eine AdWords-Kampagne aufsetzen. Die englischsprachige Kursreihe kostet einmalig 199 US-Dollar.
  • Clickminded: Wer mit einer Karriere in der SEO-Branche liebäugelt, sollte diesem Online-Angebot einen Besuch abstatten. Clickminded bietet Kurse zu Keyword-Recherche, Onpage-Optimierung und Google-Algorithmus. Die ersten 35 Minuten sind gratis, danach werden rund 500 US-Dollar fällig..

Business und Wirtschaft lernen

  • The Plant: Diese deutsche Website bietet Onlinekurse für Gründer, die ihr Business auf Erfolgskurs bringen wollen. In einem ersten Video.Angebot kann man in 30 Tagen lernen, wie man eine E-Mail-Marketing-Kampagne für sein Startup organisiert. Die insgesamt 35 Lektionen kosten einmalig 99 Euro.
  • StartupKit: Ganz neu und erst seit wenigen Tagen am Start ist StartupKit, eine Website, die hilfreiche Tools und Wissensressourcen für Gründer kuratiert und zur Verfügung stellt. Für das stetig aktualisierte Angebot zahlen Nutzer je nach Laufzeit bis zu neun US-Dollar im Monat.
  • Google Ventures Library: Unter dem Dach seines Wagniskapital-Arms betreibt Google eine hauseigene Gründerbibliothek. Es stehen Inhalte zu den Themen Marketing, Recruiting und Design zum teils kostenlosen Abruf bereit.
  • Crowdcamp: Ebenfalls für Gründer interessant ist diese Plattform, die in über 30 Video-Lektionen, Schritt für Schritt an eine erfolgreiche Crowdfunding-Kampagne heranführt. Praktische Checklisten und Worksheets helfen bei der Nachbereitung des vermittelten Stoffs. Kostet einmalig 227 Euro.
  • Lynda: Mit großem Fokus auf Business-relevante Inhalte kommt auch Lynda.com daher. Die zu LinkedIn gehörende Plattform bietet Online-Kurse rund um Online-Marketing, Kommunikationsgeschick und Produktivitätstechniken an. Das Angebot kann zehn Tage lang gratis getestet werden und kostet danach rund 20 bis 25 Euro monatlich.
  • Coursera: Das Angebot von Coursera liest sich auf den ersten Blick wie der Stundenplan eines Elite-Stipendiaten. Big Data, Machine Learning und Algorithmen – die US-Plattform vermittelt praktisch alle Kenntnisse, die man in der durchtechnologisierten Welt von morgen braucht. Die Plattform arbeitet mit namhaften Unis aus der ganzen Welt zusammen. Während die Kurse an sich kostenlos sind, muss für Zertifikate bis zu 90 US-Dollar gezahlt werden.

Fachbücher online lesen

  • Blinkist: Sehr bekannt ist das deutsche Startup Blinkist, das mehr als 1.000 Sachbuch-Bestseller, zusammengefasst in 15-Minuten Texte für unterwegs, bietet. Neben einem kostenlosen Basisangebot gibt es auch Abonnements.
  • PaperC: Ebenfalls aus Deutschland, bietet PaperC ein umfassendes Angebot an E-Books an, die wahlweise online gekauft oder sogar gemietet werden können. Spannend ist das Angebot besonders aufgrund der üppigen Auswahl zu Programmier-, Business- und S0ftwarethemen.
  • Openbooks: Unter dem Namen Openbooks bietet der Rheinwerk-Verlag einen Teil seines Programms kostenlos zum Lesen im Browser an – darunter Titel wie „Apps entwickeln für iPhone und iPad“, „Adobe Photoshop CS4 – Fortgeschrittene Techniken“ oder „Objektorientierte Programmierung“.
  • Readitforme: Als eine Art kostenloses Blinkist versteht sich Readitfor.me, das seinen Nutzern jede Woche ein wissenswertes Exzerpt zu einem gerade angesagten Business-Buch in die Inbox schickt. Der Clou: Die Zusammenfassungen werden in animierter Video-Form aufbereitet.

Sonstige E-Learning-Plattformen

  • Iversity: Das deutsche Startup bietet „kostenlose Online-Kurse von inspirierenden Lehrenden“. Der Themenvielfalt sind kaum Grenzen gesetzt, interessant sind aber vor allem die vielen Lehrvideos zu den Themen Softskills, Business-Knigge und wissenschaftliches Arbeiten. Für bestimmte Kurse muss eine kostenpflichtige Premium-Mitgliedschaft abgeschlossen werden.
  • Capira: Unter anderem an Studenten und Neugierige richtet sich Capira, ein Portal, das dabei hilft, die eigenen Mathematik-Kenntnisse aufzufrischen. In den zahlreichen von echten Dozenten präsentierten Video-Lektionen zum Beispiel Potenzen, Exponentialfunktionen und Gleichungssysteme vermittelt.
  • Lecturio: Hier finden Nutzer Videokurse für für Beruf, Studium und Freizeit. Bedeutet: Das Angebot hält Lehrinhalte rund um die Themen Zeit- und Stressmanagement sowie Netzwerken und Stimmtraining. Bezahlt werden die Kurse per Monatsabo für wenige Euro.
  • Skillshare: Unter dem Motto „Learn new creative skills“ bietet diese Plattform über 1.000 verschiedene Online-Kurse zu den Themen Design, Fotografie, Schreiben und sogar Kochen. Die Videos stammen von Hobbykünstlern und Profis. Viele Inhalte sind kostenlos, unbegrenzten Zugriff inklusive eines Offline-Modus gibt es hingegen ab 10 US-Dollar im Monat.
  • Tutsplus: Ebenfalls an Kreativschaffende richtet sich Tutsplus aus dem Hause Envato. Auf der von fünf Millionen Mitgliedern genutzten Plattform finden sich unzählige Kurse rund um die Themen Webdesign, Fotografie, Musik- und Videoschnitt sowie Programmierung. Die Kurse können wahlweise im Abonnement genutzt oder auch einzeln erworben werden.
  • 22places: In leicht verständlichen Texten und Videos bringt 22places seinen Nutzern in einem Online-Fotokurs das Basiswissen der Fotografie bei. Zu den Inhalten gehören die Bildbearbeitung genauso wie Grundlagen der Technik. Betrieben wird das Angebot von zwei Reisefotografen aus Deutschland. Für einen unbegrenzten Zugang wird Zahlung von 122 Euro fällig.
  • Veedu: Ausbildungsinhalte werden auf dieser Plattform nach eigenen Angaben verständlich, spannend und interaktiv aufbereitet. Azubis aller Branchen sollen demnach ihr Fachwissen interaktiv aufpolieren können und werden dazu intensiv betreut. Ziel dahinter ist es, die Zahl von Ausbildungsabbrüchen zu reduzieren. Abhängig von der Zahl teilnehmender Azubis zahlen Unternehmen ab 29 Euro monatlich für den Service.

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